Die Historische Rechtsschule und ihre Wirkungen

M. Die Historische Rechtsschule und ihre Wirkungen

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I. Entstehungsvoraussetzungen 

Fragen:

Die Kritik an der Aufklärung setzt bereits mit Immanuel Kant ein: Worauf stützte sich seine Distanz gegenüber der rationalistischen Philosophie, wie lässt sich seine Position demgegenüber schlagwortartig beschrieben?

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– Ursprünglich orientiert an der Aufklärung

– Ablehnung rationalistischer Philosophie, arg.:

– Vernunft ist stets an ihre eigenen Erkenntnisvoraussetzungen gebunden

– Das „Ding an sich“ ist nicht erkennbar

– Konzentration allen Rechts nur auf das Individuum (nicht abstrakte Glückseligkeit)

– Kategorischer Imperativ als Vernunftgebot

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II. Römisches Recht und Pandektistik (1)

Fragen:

Wer wird als  der Begründer der Historischen Rechtsschule bezeichnet?

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• Begründung der Historischen Rechtsschule durch Friedrich Carl von Savigny (1779-1861)

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II. Römisches Recht und Pandektistik (2)

Fragen:

Welchen Stellenwert gab die Historische Rechtsschule der Geschichte?

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– Recht ist nur erkennbar durch das Medium der Geschichte

– Recht ist kein abstraktes Gebot der Vernunft, sondern Produkt der jeweiligen nationalen Kultur – des Volksgeistes

– Das – durch historische Analyse gereinigte – römische Recht Referenz für das durch die Wissenschaft neu zu bildende Recht der Gegenwart

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III. Germanistik (1)

Fragen:

Können Sie Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Perspektivenbildung von Karl Friedrich Eichhorn und Savigny benennen?

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• Karl Friedrich Eichhorn (1781-1854) formuliert Programm historischer Rechtserkenntnis für die deutschrechtlichen Rechtsquellen

– Ebenso wie bei Savigny wird die Geschichte zum Medium der Rechtsidee

– Konsequenz: Breite Erschließung deutschrechtlicher Quellen

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III. Germanistik (2)

Fragen:

Die sog. Germanistik grenzte sich im 19. Jahrhundert zunehmend von der Romanistik ab. Benennen Sie einige ihrer Argumentationen und Thesen.

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• Inhaltlich

– Zunehmende Kritik an der abstrakten Begriffsbildung der Pandektistik (Juristenrecht statt Volksrecht, so etwa Georg Beseler [1809-1888] 1840)

– Betonung der Gemeinschaft anstelle der Individualrechte

– Höhepunkt: Forderung nach einem Tropfen sozialistischen Öls für das BGB durch Otto von Gierke ([1841-1921], 1889)

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